Photovoltaik - Solarstromanlage

Prinzipiell arbeitet eine netzgekoppelte Solarstromanlage in drei Schritten:

1. Energiegewinnung:
Die Solarzellen im Solargenerator erzeugen auf direktem Weg elektrische Energie aus dem auftreffenden Licht. Es handelt sich dabei um Gleichstrom, wie er auch aus Batterien entnommen werden kann.

2. Stromwandlung:
Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wird anschließend in netzkonformen Wechselstrom (230 Volt Wechselspannung) umgewandelt. Diese Aufgabe übernimmt das Netzeinspeisegerät (NEG), häufig auch Wechselrichter genannt.

3. Energienutzung:
Nach Erzeugung und Umwandlung des Solarstroms erfolgt die Nutzung. Im Gegensatz zu „Inselanlagen", bei denen der Solarstrom aufwändig in Akkumulatoren gespeichert werden muss, speisen netzgekoppelte Solarstromanlagen die gewonnene Energie einfach in das öffentliche Stromnetz. Ein eigener Stromzähler misst die erzeugte Energie, die vom Netzbetreiber besonders vergütet wird.


Vorteile netzgekoppelter Solarstromanlagen:

  • einfaches Prinzip: Photovoltaikanlagen sind unkomplizierte Kleinkraftwerke, die jeder Bauherr auf dem eigenen Haus errichten und betreiben kann. Dezentrale und umweltfreundliche Energiegewinnung wird damit für jedermann greifbar.
  • modularer Aufbau: Die Anlage kann klein begonnen und später verhältnismäßig einfach erweitert werden.
  • kein Energiespeicher notwendig: Da der Strom im Netz sofort verbraucht wird, entfallen Speicherakkus und somit deren Kosten, Umweltbelastung, Wartungsaufwand und Erneuerung sowie ein Batterieraum.
  • kaum Wartung: Netzgekoppelte Solarstromanlagen arbeiten vollautomatisch. Die hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer sorgt für einen üblicherweise störungs- und wartungsfreien Betrieb dieser Anlagen.
  • hoher Wirkungsgrad: Der erzeugte Solarstrom wird mit geringen Umwandlungsverlusten ins Netz eingespeist und kann dort vollständig genutzt werden.
  • geringe Verluste: Die Transportverluste im Netz sind minimal, weil der Strom bedarfsnah erzeugt und verbraucht wird - wenn nicht im eigenen Haushalt, dann auf jeden Fall in der näheren Umgebung.
  • hohe Versorgungssicherheit: Auch in sonnenarmen Zeiten liefern über das Netz andere Kraftwerke elektrische Energie ins eigene Haus.
  • attraktive Rahmenbedingungen: Gesetzliche Regelungen, Förderprogramme und Finanzierungsangebote für netzgekoppelte Solarstromanlagen machen die Anwendung dieser Technik auch wirtschaftlich interessant.
   
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